Kirche + Welt Internet Ausgabe

Kirche und Welt - Nr. 01/2008 Januar - 08.01.2008   Zurück zur Übersicht   Kirche und Welt abonnieren

Die Gemeinden Büren und Grenchen bilden einen neuen Gemeindebezirk

Eigenständig weitergehen

Am 01. Januar 2008 wurde der Bezirk Lyss geteilt, so dass zwei neue Gemeindebezirke entstanden sind. Die wachsende Gemeinde in Büren und das vom Bezirk betreute Projekt einer Gemeindegründung in Grenchen werden so in die Selbständigkeit entlassen.

von Hans Eschler

Bereits vor einigen Jahren wurde von einem Gemeindemitglied die Frage gestellt: "Warum bilden wir nicht einen Bezirk?". Damals war aber die strukturelle und finanzielle Basis für eine Loslösung noch nicht vorhanden. Unsere Bezirksbildung hat mit Wachstum zu tun. Christen aus naher Umgebung und fernen Orten bezogen nicht nur in Büren eine Wohnung, sondern liessen sich hier definitiv nieder. Der Kern der Gemeinde besteht heute aus solchen Menschen. In den 20 Jahren Aufbauarbeit haben aber ebenso viele Menschen eine persönliche Entscheidung für Christus getroffen und in der Gemeinde ein neues Daheim gefunden.

Beziehung und Eigenständigkeit
Mit den zugezogenen Gläubigen aus den unterschiedlichsten kirchlichen Hintergründen ist eine Gemeinde gewachsen, die von Anfang an bemüht war, ihren eigenen Stil zu finden. Es galt, sowohl zu den Menschen im Alltag eine Beziehung zu finden, wie eine verbindliche Gemeinschaft innerhalb der Gemeinde aufzubauen. So ist vor allem auf Leitungsebene ein Bezug zum ganzen Bezirk entstanden.
Als das Gemeindegründungsprojekt Grenchen Gestalt annahm, entwickelte sich der Fokus erst recht in Richtung eines eigenständigen Bezirks. In der Zwischenzeit hatte die Gemeinde ein Alter und eine Reife erreicht, die es möglich machten, den Schritt in die Eigenverantwortung zu wagen. Es ist kein trotziges Weggehen, sondern ein eigenständiges Weitergehen. Eine gewisse Zusammenarbeit bleibt bestehen. Nach einem Unterbruch von 35 Jahren wird damit der Bezirk Büren-Grenchen "neu gegründet" wird.

Mutige Schritte nach vorn
Auch wenn die Kapelle in Büren am Sonntag meistens voll besetzt ist, haben wir erst ein Etappenziel erreicht. Wir wollen die Gemeinden weiterentwickeln, die einzelnen Menschen im Glauben fördern, begleiten und in der Region glaubwürdig das Evangelium leben. Ich staune immer wieder, wie Menschen durch das Evangelium und das Leben in der Gemeinde verändert werden und ihren Glauben an Jesus Christus mit nichts mehr tauschen möchten. Das ist der Ansporn, miteinander mutig in die Zukunft zu gehen. Und wenn Sie sich für ein Pionierprojekt begeistern lassen wollen: in Grenchen stehen noch einige Wohnungen leer! Denn an einer Gemeindegründung mitbeteiligt gewesen zu sein, ist doch etwas Grossartiges - oder nicht?

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