Kirche + Welt Internet Ausgabe

Kirche und Welt - Nr. 10/2007 Oktober - 24.10.2007   Zurück zur Übersicht   Kirche und Welt abonnieren

Wie Andrea Läubli ihre Entscheidungen trifft

"Abzustimmen ist für mich eine Chance"

Erstmals hat Andrea Läubli in diesem Oktober Gelegenheit, bei den Nationalratswahlen mit wählen zu können. Das Wahlrecht ist für sie ein Vorrecht. Für ihre Entscheidungen nutzt sie verschiedene Informationsquellen.

von Martina Läubli

Für mich ist es ein Privileg, wählen zu können. Ich bin politisch interessiert und nehme diese Verantwortung gerne wahr. Gerade erst achtzehn Jahre alt geworden, bin ich natürlich besonders motiviert, selbst abstimmen und so meine Meinung vertreten zu können.

Hilfen bei der Entscheidung
Wahlplakate erinnern mich zwar an die bevorstehenden Abstimmungen, doch ich amüsiere oder rege mich eher darüber auf, als dass sie mich beeinflussen. Lieber lese ich das Abstimmungsbüchlein und Berichte aus Zeitungen. Bei uns wird zuhause oft politisiert und diskutiert und so komme ich gar nicht darum herum, mir eine Meinung zu bilden und mitzureden. Zweifellos werde ich durch das Gespräch mit Familie und Freunden beeinflusst. Manchmal lasse ich mich auch bewusst beraten, weil ich mit den Informationen überfordert bin oder zu wenig über die ganzen Zusammenhänge Bescheid weiss. Bei Entscheidungen versuche ich, verschiedene Blickwinkel einzunehmen, pro und contra abzuwägen und so wird es oft schwierig, schlussendlich überzeugt "ja" oder "nein" sagen zu können.

Kriterien für die Entscheidung
Mein Glaube und meine Überzeugungen veranlassen mich dazu, sozial und menschlich zu wählen, das Augenmerk immer auch auf Schwächere in unserer Gesellschaft zu richten und eine gewisse Gleichheit und Solidarität anzustreben. Natürlich spielen auch persönliche Erfahrungen und der kulturelle Hintergrund eine Rolle bei meinem Abstimmungsverhalten. Wäre ich anders aufgewachsen, wäre ich vielleicht politisch ganz anders orientiert.

Mittragen durch die Entscheidung
Leider steht bei vielen Abstimmungsthemen hauptsächlich das Finanzielle im Vordergrund. Erschreckend erscheint mir auch die Tatsache, wie viele Schweizerinnen und Schweizer aus Bequemlichkeit oder Desinteresse freiwillig auf ihr Wahlrecht verzichten. Abzustimmen ist für mich eine Chance, in der Schweiz zu partizipieren und nicht nur alles zu kritisieren, was falsch läuft.



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