Kirche + Welt Internet Ausgabe

Kirche und Welt - Nr. 14/2002 Juli - 18.07.2002   Zurück zur Übersicht   Kirche und Welt abonnieren

Gedanken zum Bibeltext: Ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird Euch frei machen. (Johannes 8,32)

Ohne Gnade gibt es keine Freiheit

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Jesus diskutiert mit den traditionell Frommen seiner Zeit über die Freiheit. Für jene war klar: „Wir sind nachkommen Abrahams. Wir nehmen eine besondere Stellung ein. Wir lassen uns von niemandem knechten. Wir sind frei!“ Jesus antwortet ihnen unmissverständlich: „Wer Sünde tut, ist der Knecht der Sünde!“ Und wenn ihr nicht glaubt, dass ich der einzige Retter bin, dann werdet ihr in Sünden sterben. (Vgl. Joh. 8 24)
Die Wahrheit über meinem Leben ohne lebendige Beziehung zu Jesus ist letztlich unglaublich schrecklich. Sie heisst „ewiges Verderben“. Und der einzige Ausweg ist der Christus. „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Joh. 14,6)

Gesellschaft will liberal sein
Mir fällt auf, dass es in vielen traditionell frommen Kreisen nicht mehr genehm ist, über die Verlorenheit der Menschheit ohne Jesus zu sprechen. Unsere Gesellschaft will liberal sein, da stösst solches Gedankengut an. Das „Ärgernis vom Kreuz“ hat keinen Platz mehr. Statt dessen schleicht sich die irrige Meinung ein, dass Gott es schon nicht so konsequent gemeint haben kann.
„Wir sind doch Methodisten. Wir haben eine Tradition. Wir meinen es gut und geben uns Mühe!“ Liebe Freunde, diese Einstellung ermöglicht keine Freiheit im Sinne des Schöpfers. Weil es in einer solchen Selbstrechtsprechung keine Gnade braucht. Und: ohne Gnade – keine Freiheit!

Die Wahrheit macht Euch frei
Jesus sagt seinen Diskussionspartnern: „Wenn ihr in meinem Wort seid“, also das lebt, was ich sage, „dann werdet ihr meine Schüler sein“. Ich kann Euch die Wahrheit zeigen und sie wird Euch frei machen.
Zugegeben, die Wahrheit über meinem Leben ist menschlich gesehen brutal: Inkonsequent, schwach, egoistisch, usw. Doch gerade im Anerkennen dieser Schuld, wird die Gnade Gottes durch Jesus möglich. Im Eingestehen meiner Verlorenheit ohne Jesus, kann er vergeben, annehmen und in die Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater führen.
So wie die Selbstgerechtigkeit von Gott trennt und so den Menschen letztlich zum Geknechteten macht, so führt das Erkennen der „Wahrheit“ zu Gott und macht frei.
Wisst ihr, was an dieser göttlichen Freiheit so fasziniert? Sie ist nicht, wie die menschliche Freiheit, von äusseren Umständen abhängig. Auch wenn es um mich herum stürmt, ich brauche mich nicht zu sorgen, denn die Wogen werden mich nicht einnehmen. Ich bin sicher gehalten und somit frei, in der Beziehung zu meinem Jesus.

Links:

Eine Predigt über Gnade und Rettung

Eine weitere Predigt über die Freiheit und den Glauben, mit Bibelstellen



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